Tausend mal versucht, tausendmal ist nichts passiert

Ich möchte nicht mehr so wütend werden! Morgen werde ich bestimmt mit dem Rauchen aufhören. Nie mehr werde ich mich so von einem Gefühl lenken lassen. In Zukunft soll Gott in allen meinen Lebensbereichen an erster Stelle stehen. etc. Kennst du so aussagen von dir? Dich stört etwas ungemein an dir und du weisst, dass es eigentlich nicht korrekt ist, dass du dies machst. Immer wieder fasst du dir Vorsätze, wie du in einer Situation anders reagieren wirst, was du vielleicht ab morgen ändern wirst oder wie auch immer. Du pendelst dann zwischen Erfolg und Misserfolg immer wieder hin und her. Ein Tag funktioniert es vielleicht oder gar eine Woche? Danach funktioniert es wieder nicht. Ist das nicht frustrierend?

Vielleicht kenne auch ich nur dieses herumschrauben an meinem Verhalten. Auf alle Fälle nehme ich mir in gewissen Dingen immer wieder vor anders zu denken oder zu handeln. Das ist auch super so! Ich bin ein Fan davon, sich immer selber zu reflektieren und Dinge nicht stehen zu lassen, die so nicht korrekt sind. Aber endet diese Bemühung nicht immer in Frust? Ich mag mich nicht daran erinnern, dass ich jemals nachhaltige Veränderung in meinem Verhalten erlebte durch kämpfen und ringen. Oftmals enden diese Versuche bei mir in Selbstanklage. Dann muss ich mich wieder daran erinnern, wer ich bin.

Zurzeit bin ich an einer Seelsorge Ausbildung und dort durfte ich eine Lösung für dieses Problem finden, die ich dir gerne auch transparent machen will, denn ich finde dies sollten wir uns alle bewusst sein. Stell dir einen Apfelbaum vor, der Baum ist geschmückt mit vielen roten Äpfeln. Diese Äpfel stellen symbolisch dein Verhalten dar. Wir können als Beispiel die Magersucht nehmen. Ein Apfel der Magersucht wäre somit Rückzug. Menschen, die von Magersucht betroffen sind, möchten nicht in Anwesenheit von anderen essen und ziehen sich somit zurück. Vielleicht wäre auch noch eine Frucht Unzufriedenheit. Es gibt sicherlich noch viel mehr Früchte, diese sind jedoch individuell und du darfst dir diese gerne bei deinem Anliegen aufzeichnen. Dann kommen wir zum Stamm, dies wäre die Magersucht an sich. Aber beispielsweise auch Rauchen oder Angst etc wird als Stamm gesehen. Dies ist das Problem, woraus dann die Früchte oben resultieren. Wenn wir also an unserem Verhalten herumschrauben würden wir im Fall von Magersucht sagen, du musst hald einfach wieder essen. Dann geht es vielleicht einen Tag oder zwei gut, danach entwickelt die Person wieder Schuldgefühle oder was auch immer und fällt wieder zurück. Frustrierend nicht? Du müsstest doch einfach nur mehr essen, wieso schaffst du das nicht? Alle anderen schaffen das doch auch? So beginnt das Gedankenkarussell seinen Lauf zu nehmen. Nun ist es aber wichtig, dass du dir bewusst bist, dass deinen Baum bzw. DU Wurzeln hast. Diese Wurzeln siehst du nicht, die sind in der unsichtbaren Welt. Genau das ist der Punkt, dein Verhalten kann sich nur ändern, wenn du gesunde Wurzeln hast. So verhält sich das bei jeder Pflanze, um mehr Früchte zu bekommen, muss sie gesunde Wurzeln haben. Wenn wir wieder zurück zu unserem Beispiel der Magersucht kehren, wäre die Wurzel Ablehnung. Jede Sucht resultiert aufgrund von Ablehnung. Nun gilt es diese Wurzel auszureissen und dann wird sich oben nach und nach alles verändern.

Ich hoffe ihr konntet mir folgen und wenn Interesse besteht, würde ich auch gerne mehr Informationen zum Ausreissen der Wurzeln bekanntgeben.

Habt eine gesegnete Woche!

Ein Gedanke zu “Tausend mal versucht, tausendmal ist nichts passiert

  1. Ich bete das du in der Seelsorge Ausbildung die passenden Tools bekommst um deine Perspektive auf deine Ressourcen zu legen! Ich bin ausgebildete Seelsorgerin und ich liebe es mit Menschen zu erarbeiten was in ihnen steckt !
    Alles liebe für dich und Gottes fetten Segen

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