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Gottes Wille vs. freier Wille

Endlich komm ich mal wieder dazu etwas zu schreiben. Mir schwirren ja immer Millionen Sachen im Kopf herum und ich denke, dass muss unbedingt auf meinen Blog… nunja, man sieht wie gut mir das gelingt;)

Seit einer Weile schon (und vermutlich auch weiterhin) macht mir dieses „Gottes Wille vs. Freier Wille“-Spannungsfeld zu schaffen. Ja, Gott hat uns einen freien Willen gegeben, was dabei rauskommt sehen wir Tag für Tag und doch hat Gott nicht nur alles in der Hand, er weiß auch alles – das, was war, was ist und was sein wird. Und jederzeit ist alles unter seiner Kontrolle, denn wenn dem nicht so wäre, wäre er nicht allmächtig. Aber das ist er ja…oder?
„Ich bin Gott, der Allmächtige.“ (1.Mose 17,1)
Zweifellos! Aber wie kriegen wir das zusammen?
Ich hatte gestern eine Diskussion mit einer guten Freundin. Sie hat, wie ich auch das Problem, dass es ihr oft schwer fällt, Menschen, die augenscheinlich weniger intelligent, wortgewandt, kreativ….sagen wir, weniger wie wir sind, zu respektieren und durch Gottes Augen wahrzunehmen. Sie gehen ihr oft einfach nur auf die Nerven und sie versteht nicht, warum sie sich nicht einfach „normal“ benehmen oder mal nachdenken können. Warum das so ist, weiß ich auch nicht, aber was ich gelernt habe,  ist: Dass ich scheinbar intelligent, wortgewandt und kreativ bin, ist mitnichten mein Verdienst. Es ist etwas, dass Gott mir geschenkt hat. Jede gute Entscheidung, die ich in meinem Leben getroffen habe, hatte ihren Ursprung in Gott. Die Kraft meinen inneren Schweinehund manchmal zu besiegen, die kommt nicht aus mir selbst, sie kommt von Gott. Und doch vergesse ich das so oft. Und Gott allein weiß, wie oft ich schon versucht habe Probleme oder Gewohnheiten aus eigener Kraft in den Griff zu kriegen und jedes Mal scheitere ich kläglich. Jedes Mal komme ich an den Punkt, wo ich nicht mehr kann, wo mir nichts mehr einfällt außer beten: „Gott, ich kann es nicht. Ich schaff es nicht. Du musst es tun. Ich brauch Dich, ohne Dich geht es nicht!“ Und dann, jedes Mal an diesem Punkt geht es vorwärts und trotzdem versuche ich es beim nächsten Mal erstmal selbst…stellt sich nebenbei bemerkt die Frage wie intelligent ich tatsächlich bin;)
Welche Frage mir meine oben genannte Freundin daraufhin stellte, ist aber die eigentlich interessante: Aber wenn man nichts aus eigener Leistung heraus kann, wenn für alles der Anstoß immer von Gott kommt, dann bin ich doch nur eine Marionette und mit freiem Willen hat das nicht viel zu tun?!
Was soll man darauf sagen?! Irgendwie ist es so, aber irgendwie auch nicht.
Und dann kam mir heute morgen dieses Bild:
Gott ist die Sonne und wir sind der Mond. Der Mond leuchtet nur, weil er von der Sonne angestrahlt wird. Er selber besitzt keine Leuchtkraft. Gäbe es die Sonne nicht, könnte der Mond auf und nieder springen, es bliebe dunkel in der Nacht.
Gott ist das Licht, alles Gute kommt von ihm. Ja, wir können auch leuchten und wenn es dunkel ist, könnte man sich sogar einbilden, wir können das aus unserer eigenen Kraft heraus und für manche mag das von außen sogar so aussehen, aber die Wahrheit ist, alles Gute, was aus uns kommt, kommt von Gott. Wäre Gott nicht da, würden all unsere Bemühungen gut zu sein nicht fruchten. Es würde vollkommene Dunkelheit herrschen. Die Kraft zu leuchten kommt nicht aus uns selbst. Vielleicht können wir (im Gegensatz zum Mond) aber entscheiden, ob wir überhaupt leuchten wollen oder nicht. Wir können den Licht-Schalter an oder aus machen, wenngleich wir das Licht an sich nicht daran hindern können sich auszubreiten. Wenn der Mond plötzlich nicht mehr leuchten würde, würde die Sonne am nächsten Tag trotzdem wieder aufgehen.
Diese Sonne-Mond-Bild hat mir persönlich das Verhältnis von Gottes Willen und unserem eigenen sehr stark verdeutlicht.
Lasst uns also die Woche im Bewusstsein beenden, dass wir Tag für Tag für Gott leuchten wollen!

Traust du es mir etwa nicht zu?

Kennst du Situationen in deinem Leben, wo du dich fragst, weshalb musste dies oder das geschehen? Oder weshalb bleibe ich immer gleichen Punkt stehen? Weshalb geht es nicht weiter? Vielleicht hast du auch Bereiche in deinem Leben, wo du gerne selber die Kontrolle behältst und die Führung in diesem Bereich nur sehr ungerne jemand anderem überlässt.

Ich bin zur Zeit eigentlich sehr froh, dass ich nur auf dem Beifahrersitz bin und Gott das Lenken und Führen vollkommen überlassen darf. Meines Erachtens ist mir momentan sehr viel unklar in meinem Leben und ich Blicke in vielen Bereichen nicht durch. Es gibt Momente da stresst mich dies enorm und ich möchte wissen wohin die Reise führt und handkehrum bin ich wieder voll relaxt und weiss, es kann nur gut kommen mit meinem Pilot. Ich weiss, dass Jesus das Lenkrad voll und ganz in seinen Händen hat und ich ihm bedingungslos vertrauen kann. Es bringt rein gar nichts, wenn ich aus meiner eigenen Kraft oder mit meinem Verstand etwas versuche zu verstehen oder zu bewegen, da es  einen Teil eines sehr viel grösseren Plans ist, den ich sowieso nicht durchblicke.

Wenn ich diesen Abschnitt jetzt so durchlese tönt alles so easy locker flockig. Das war es einige Wochen nicht. Es hat mich sehr gestresst, dass ich nicht weiss, wohin die Reise genau führt. Ich bin ein Mensch, ich muss immer ein klares Ziel vor Augen haben und sehen wohin die Reise führt und was wofür gut ist. Mein Gott funktioniert nicht so, er sagt zu mir, dass ich ihm die Fäden meines Lebens abgeben darf und einfach darauf vertrauen kann, dass er alles zum Besten wendet für mich. So sass ich also mehrere Male vor Gott und bat ihn, mir den Plan zu zeigen. Weshalb geschehen gewisse Dinge? Wieso reagiert mein Herz wie es reagiert? Wieso gehört es dazu, gewisse Dinge abzuschneiden? Wieso verlangst du dies und das von mir? Warum konntest du dies nicht verhindern? Ich löcherte Jesus in meiner Zeit mit ihm einfach mit tausend Fragen und liess ihm gar keinen Raum zu antworten, denn wenn ich die eine Frage fertig formuliert hatte, kam mir die nächste in den Sinn..hast du das Bild? Kannst dir ja etwa vorstellen, wie erfolgreich meine Aktion war und wie es mich weiterbrachte…gar nicht..

So änderte ich also meine Strategie. Ich kam vor Gott und sagte, so nun du weisst ja alles, du darfst jetzt antworten, ich höre dir zu. Ein paar Minuten passierte einfach nichts und ich merkte, dass ich meine Herzenshaltung wieder ändern muss. Ich wusste, ich muss mir wieder bewusst werden, dass ich abhängig bin von Gott und nicht er von mir. Er vollendet seine Werke auch ohne mich. Aber wer bin ich ohne ihn? Also begann ich mich zu entschuldigen und zu worshippen. Mein Herz veränderte sich wieder und ich war erst jetzt bereit zu empfangen. So sprach Gott zu mir, traust du mir denn nicht? Und ich war völlig geflasht. Plötzlich wurde mir bewusst, dass mit all meinen Fragen und Anschuldigungen ich mein Vertrauen in Gott in Frage stellte. Dies war mir nie so bewusst, habe mir gar nicht so viel dabei überlegt. Aber irgendwie ging es mir so nah, dass ich weinen musste und um Vergebung bat. Dieser Prozess hilft mir nun meine Baustellen locker zu sehen, da ich weiss, dass ich vollkommen vertrauen will und auch kann. Es hat alles einen Grund und Gott lässt gewisse Dinge nicht zufällig geschehen und ich bin schon gar nicht sein Versuchskaninchen. Er schaut, dass sich alles in meinem Leben zu seinem Besten wendet.

Dies möchte ich dir einfach zusprechen, egal in welcher Situation du auch bist und auch wenn es gerade hoffnungslos aussieht. Du darfst einfach Jesus ans Steuer setzen und er fährt mit dir durchs Leben und schaut, dass es dir gut geht und du alles im Überfluss hast, was du brauchst. Was willst du mehr?

Liebe macht dich frei

Es gibt Situationen im Leben, wo dich deine Liebsten enttäuschen und verletzen. Dies geht mir immer besonders nah, denn das sind ja die Leute, denen ich vertraue und mein Herz öffne. Aber es wird nie jemand perfekt sein auf dieser Welt und Verletzung und Enttäuschung gehören nun mal zum Leben dazu. Wenn es aber gar Fremde sind, wie reagierst du dann? Bei deinen Liebsten weisst du, sie wollen nur das Beste für dich und würden dich nicht extra enttäuschen. Aber bei Fremden? Vielleicht haben die Böse Absichten? Oder vielleicht muss denen einfach mal irgendwer sagen, wie daneben sie sich eigentlich benehmen?

In den letzten Tagen/Wochen durfte ich die Kraft der Liebe in Enttäuschungen und Verletzungen erleben. Dies tönt jetzt so einfach in diesem Satz, war es aber überhaupt nicht. Ich gehöre zu den temperamentvollen Menschen auf diesem Planeten und bin noch am Lernen, mich in gewissen Momenten zurück zu nehmen 😉 Oft dachte ich in den letzten Wochen, dass ich gewissen Leuten sagen sollte, wie daneben sie sich eigentlich benehmen. Und diese Menschen müssten mir nie wieder ankommen. Wie kann man nur so sein? Solche Gedanken schwirrten mir in Momenten eines Gefühlschaos durch den Kopf. Als ich einmal wieder so Gedanken hatte, da mich jemand für etwas verantwortlich gemacht hat, was überhaupt nicht stimmte und viele Leute somit falsch von mir dachten, dachte ich, dich würde ich am liebsten…… Und den ganzen Tag war ich noch genervt, wie ungerecht doch alles ist. Am Abend durfte ich zur Ruhe kommen und das ganze nochmals betrachten und mir wurde sehr schnell klar, dass ich mit diesen Gedanken keinen Schritt weiterkomme und dies sicherlich auch nicht dem Wunsch von meinem himmlischen Vater entspricht. Ich habe aber, glaube ich, auch schon in einem anderen Blog erwähnt, dass ich sehr rebellisch bin. Also verharrte ich noch ein paar weitere Stunden in meiner Position, nennen wir es einmal „Trotzphase“. In diesen Situationen weiss ich ganz genau, dass dies sicherlich nicht förderlich ist, aber ich muss da irgendwie oftmals einfach durch, um einen Schritt weiterzukommen.

Nach einiger Zeit habe ich mich aber dann gefangen und reflektierte diese Situation nochmals und nochmals. Ich lernte bereits verschiedene Strategien mit Distanz, Nähe und Perspektivenwechsel kennen. Als ich die Situation immer weiter wegzoomte, erhielt ich plötzlich einen Einblick, wie es mein Daddy im Himmel hätte sehen können. Mir ist klar, dass er diese Situation genau gesehen hat und weiss, dass mir Unrecht getan wurde. Dies war ein Schlüsselmoment in meiner Verarbeitung. Ich bekam plötzlich eine Liebe für diese Person und sie tat mir leid, dass sie mich so ungerecht behandelt hat und jetzt wahrscheinlich ein schlechtes Gewissen hat. Ich segnete diese Person und ich segne sie heute noch jeden Tag.

Als ich merkte, wie befreiend es ist, begann ich jede Person, die mich kürzlich verletzte zu segnen. Seit Januar musste ich einiges einstecken und dies hinterliess viele Spuren bei mir. Ich schrieb mir jede Person auf, die mich stark verletzt hat und damit Spuren in meinem Herz hinterliess. Für alle diese Personen bete ich noch heute jeden Tag. Ich segne sie, denn ich weiss, mein Daddy hat ihnen vergeben. Ich lebe in der Sicherheit, dass er alles gesehen hat und mich in all diesen Situationen getröstet und geführt hat. Er hebt mich hoch und das einzige was ich tun kann, ist diesen Personen zu vergeben und ihnen mit Nächstenliebe zu begegnen.

Probiere es aus! Versuche die Personen zu segnen und zu lieben, die dir Unrecht oder was auch immer getan haben. Denn dein Daddy sah alles und er steht für dich ein, egal was kommt. Vielleicht wussten sie es in dieser Situation einfach auch nicht besser oder sie kämpfen selber einen Kampf in sich oder was auch immer.. Es ist völlig egal, was der Grund ist. Ich kam sogar so weit, dass ich mir denke, es ist mir eigentlich egal, ob die Person mich extra verletzt hat oder nicht. Es spielt mir keine Rolle, es schmerzt beides, aber dass ich mich persönlich frei fühlen kann, vergebe ich und liebe ich. Wie unattraktiv ist das für Leute, die dich extra verletzen wollen und du so weise reagieren kannst? Ich glaube du nimmst ganz viel neues Land ein, wenn du wie dein Vater vergibst und liebst. Bitte ihn dir diese Liebe zu schenken und du wirst merken, wie du immer freier wirst!

Welches Gift konsumierst du in deinem Leben?

Unser Leben ist voll mit dem Gift der Gesellschaft, das heisst mit Dingen, die von unserer Gesellschaft akzeptiert werden, die aber unserer Seele und unserem Herz nicht gut tun. Dieses Gift findest du in Büchern und Zeitschriften, in der Musik und auch in unserem Fernsehprogramm. Du hast viele Möglichkeiten in deinem Leben, an dieser Quelle anzudocken. Von welcher Quelle trinkst du?

Zuerst einmal sorry, dass ich eine Weile nichts von mir habe hören lassen 🙂 Ich war in einer herausfordernden Zeit mit meinem Studium und dem Arbeiten, so dass ich den Kopf nicht frei hatte einen Blog zu schreiben. Es ist auch in den letzten Wochen einiges geschehen und ich durfte einiges erleben, was mich als Person weitergebracht hat. Auf eine Reise nehme ich euch gerne detailliert mit 🙂

Wie oben erwähnt beschäftigen mich die Quellen, mit welchen ich meinen Durst stille. Das heisst in etwa, was hat Priorität in meinem Leben? Diese Frage schoss mir einfach einmal durch den Kopf. Na klar, es kam nicht unerwartet. In einem Gespräch betonte ich, wie wichtig es sei, ständig sein Herz zu prüfen und sich wieder neu auszurichten. Aufgrund dieses Gespräches wollte ich also wissen, was Priorität hat in meinem Leben. Denn ich denke deine Prioritäten zeigen sehr stark auf, für was dein Herz schlägt und für was dein Herz geht. Also erstellte ich über mehrere Tage eine Liste und ergänzte sie fortlaufend. Ich hatte alles schön aufgelistet und nahm diese auch immer wieder mit ins Gebet. Auf einmal als ich über diese Liste betete, wurde mir bewusst, dass ich sehr viel Zeit in soziale Medien investiere. So oft am Tag checkte ich all die verschiedenen Apps ab. Ganz unbewusst war die erste Handlung am Morgen das Checken meiner WhatsApp Nachrichten, Facebook Nachrichten etc. Als ich mir über diese Erkenntnis weitere Gedanken machte, hörte ich innerlich, wie ich zu jemandem gesagt habe, weisst du am Morgen habe ich nie so viel Zeit für Jesus. Das kennst du doch? Ich bin nun einfach kein Morgen Mensch und das gibt es hald einfach. Ich musste über diese Priorität in meinem Leben weinen und fasste mir ganz bewusst den Entschluss, all diese Apps aus meinem Handy zu verbannen. Exkl. WhatsApp natürlich, darüber koordiniert man ja soooooo unglaublich viiiiiiel 😉

Die Personen, welche mich auf dieser Reise begleiteten fragten mich zum Teil, also dann kannst du das einfach so quasi von 100 auf 0? Hast du dann nicht so etwas wie Entzugserscheinungen? Klingt vielleicht doof , aber ich erschrak, wie oft ich in den ersten Tagen mein Handy in der Hand hatte und da erst bemerkte, ach ich hab ja die Apps nicht mehr. Ich kann dir sagen, dass mir kein einziger Tag schwer gefallen ist oder schwerfällt. Vielmehr bemerke ich, wie viel Zeit ich eigentlich zur Verfügung habe, wenn ich nicht ständig online sein muss. Dies ist genauso eine Quelle, von welcher man genügend Gift für sein Herz erhält. Gerade die sozialen Medien bieten so eine riesige Plattform für das Vergleichen mit anderen oder aber auch rein nur für Minderwertigkeitsgefühle. Ah die, die hat frei bei diesem Wetter! Die hat es schon schön, ich bin so eine arme und muss immer…blablabla…ihr kennt es! Mich persönlich führte es so in eine neue Freiheit. Ich habe keinen Zwang mehr online sein zu müssen oder irgendetwas zu verpassen. Nein, meine Leute wissen nun, ich bin nur noch per WhatsApp oder Telefon erreichbar. Dies lässt sich alles koordinieren keine Angst. Und plötzlich habe ich auch am Morgen wieder Zeit für Jesus. Ich habe Zeit einen Ausschnitt aus der Bibel zu lesen und mir Gedanken darüber zu machen. Mein Kopf ist frei für die Stimme Gottes. Ich konsumiere nicht länger giftige Stimmen, die mir irgendwelchen Mist einreden und ich es irgendwann zu glauben beginne. DU kannst dich entscheiden, was hat Priorität in deinem Leben. Mit was möchtest DU DEIN Leben füllen? Von was möchtest DU voll sein?

Um noch klarzustellen ich möchte überhaupt nicht die heutige Zeit schlechtreden oder irgendjemandem vorwerfen, er sei ein schlechter Mensch, weil er viel Zeit auf sozialen Medien verbringt. Ich werde mich auch nicht irgendwie verbannen oder verstecken, wenn ich mal an meinem Laptop bin, ist es absolut legitim mal bei Facebook reinzuschauen. Aber ich möchte dir aufzeigen, dass du dein Leben selber in der Hand hast und dass du dir überlegen kannst, wie du deine Zeit investierst und vor allem in was? Was sind deine Prioritäten? Wo hast du Quellen in deinem Leben, die dir eher Kraft rauben anstatt dir Kraft zu geben? Was könntest Du tun, um dies zu ändern?

Lerne im Regen zu tanzen

Kennst du dieses Zitat? Wie oft hast du es schon gelesen oder auf Bildern gesehen? Vielleicht hast Du es auch schon jemandem selber zusprechen können. Aber weisst Du wirklich, was es bedeutet? Kannst Du dir vorstellen, welche Energie dies beansprucht? Als Zitat ist es so einfach daher gesagt, aber wenn du beginnst dies in die Realität umzusetzen, merkst Du, dass es alles andere als einfach ist.

Aus dem Einführungstext kannst Du entnehmen, dass mich dieser Satz sehr beschäftigt und ich wohl gerade jetzt am Lernen bin, was der Spruch eigentlich genau meint. Ich befinde mich in einer nicht gerade sehr einfachen Lebensphase. Wir alle kennen unsere Auf und Ab’s. Ich möchte mal behaupten, dass schon jeder im Regen stand in seinem Leben. Kannst Du dich an diese Situation noch erinnern? Ich finde das sind Situationen im Leben, wo dir niemand etwas sagen kann, was dir hilft. Mir geht es auf alle Fälle so. Alles prasselt irgendwie an mir ab, tief ins Herz dringt es nicht wirklich ein. Auch fühlt man sich unverstanden und denkt, dass der andere gar nicht weiss, wovon er spricht. Ist ja auch verständlich, es kann niemand in deinen Kopf oder dein Herz hineinsehen.

Gerade heute Abend als ich mir Zeit genommen habe einmal mehr über meine Situation zu beten, kam mir in Gedanken ein Bild mit dem Spruch „lerne im Regen zu tanzen“. Und ich dachte nur so, danke, ist das alles? Ich bin sehr rebellisch und nehme oft Dinge nicht einfach so hin. Meistens muss ich aber im Nachhinein einsehen, dass mir gar nichts anderes übrig bleibt 😉 Auf alle Fälle liess mich dieses Bild und dieser Gedanke nicht mehr los. Ich habe mich gefragt, willst Du nun Woche für Woche noch erzählen wie schlecht es dir geht? Möchtest du weitere Tage verpassen und Trübsal blasen? Oder möchtest du aufstehen und weiterleben? Kannst du deine Situation nicht einfach so hinnehmen und das Beste daraus machen? Glaubst du daran, dass es besser kommt?

Ich glaube, dass genau diese Gedanken mich ermutigt haben aufzustehen und zu tanzen im Regen. Dass ich mein Leben wieder in die Hand nehme und mein Fokus auf das Positive richte. Um dies zu erreichen, möchte ich mir vornehmen meine „schlechten Gedanken“ durch positive Gedanken zu ersetzen. Anstatt den Fokus auf meinen Mängeln zu halten, möchte ich ihn auf das setzen, was ich habe. Denn alles andere bringt mich nicht weiter. Wichtig an diesem Punkt ist, ich möchte dich in deiner Situation nicht anregen den Schmerz oder die Trauer zu verdrängen. Gib dir eine gewisse Zeit und lasse Trauer zu. Dies ist unumgänglich für eine nachhaltige Verarbeitung. Aber setze dir eine Frist oder beobachte dich selber, dass du nicht in einen Trott kommst oder im Selbstmitleid versinkst.  Es ist völlig okay traurig oder wütend zu sein. Gehe damit zu unserem Daddy, er wird dich bestens in seinen Armen auffangen und dir mit so viel Liebe begegnen. Lasse diese Emotionen unbedingt zu und verdränge sie nicht. Fühle dich nicht schlecht dabei, es ist ein Zeichen von Stärke auch seiner Schwachheit Platz zu geben. Aber ich möchte dich ermutigen, verpasse den Anschluss nicht! Vergiss nicht weiter zu leben! Das Leben hat noch so viele Überraschungen und Geschenke für dich bereit, die darfst du dir nicht entgehen lassen!

 

 

Be the change you want to see in the world

Ist dir schon einmal aufgefallen, was dich alles stört an dieser Welt? Vielleicht ist das bei dir ja anders als bei mir oder meinem Umfeld, aber wir Menschen haben schon viel auszusetzen. Wir sind Meister, wenn es darum geht Fehler oder Störfaktoren zu finden. Weshalb ist das so? Wieso fällt einem das Kritisieren immer so einfach?

Der Satz „Be the change you want to see in the world“ hat gerade wieder neu zu mir gesprochen. Ich habe momentan ein paar Punkte in meinem Leben, wo ich zweifle oder Unsicherheiten verspüre. Oft kommen mir Gedanken wie: „Weisst du, wenn man dies so oder so machen würde, wäre es viel erfolgreicher. Oder das bringt doch eh nichts, wenn wir dies so weiterführen.“ Diese Gedanken sind gut und recht, ich bin ja sowieso einen Fan vom Weiterkommen und Weiterentwickeln. Wie bereits in einem Blog erwähnt, möchte ich nicht stehen bleiben in meinem Leben und vorwärts kommen. Aber vielleicht ist dir auch schon aufgefallen, dass dich nur die Gedanken an das Verbesserungspotential keinen Schritt weiterbringen. Nein, jemand muss den ersten Schritt machen und mit einer Veränderung beginnen, wieso nicht gerade DU? Versteh mich nicht falsch, ich schreibe den Blog wahrscheinlich am meisten zu mir. Ich habe im Moment mein Höhepunkt erreicht im „Verbesserungspotential sehen“.

Nun habe ich mir gerade heute Abend den Entschluss gefasst, dies nicht lediglich in meinen Gedanken zu praktizieren, sondern wirklich auch in Taten umsetzen. Ich bin überzeugt davon, dass die Leute auf deine und meine Veränderung reagieren werden und wir eine Veränderung feststellen werden. Vielleicht stossen unsere Veränderungen nicht in jedem Fall auf Begeisterung beim Gegenüber. Dies müssen wir in Kauf nehmen. Wichtig bei einer Veränderung finde ich immer das Herz zu prüfen. Weshalb will ich etwas ändern? Geht es darum, dass es danach für mich besser ist oder hilft es allen? Ich denke wenn die Motivation im Herzen stimmt und du für dich weisst, du gibst dein Bestes, wirst du auch Gegenwind durchhalten können.

Ich möchte nun konkret werden, damit wir alle wissen, von was ich spreche. Zum Beispiel kann es sein, dass es dich stört, dass dein Umfeld ständig am Nörgeln ist. Vielleicht kennst du auch so Menschen, von denen du selten etwas Positives hörst. Wie wäre es, wenn wir  diesen Menschen in unserem Umfeld Positivität rüberbringen. Du wirst sehen, was es für einen Impact haben kann, wenn du vor so einem Menschen mit Positivität sprudelst. Diese Person wird das auch haben wollen, was du hast. Ich habe das schon persönlich erleben dürfen und ich habe bewusst vor jedem Treffen mit dieser Person gebetet. Denn ich bin der Meinung, dass es an jeder Situation in unserem Leben etwas Positives gibt und wir in allen Situationen wachsen können.

Meine Botschaft an dich ist, überlege dir, welche Situationen dich besonders stören in deinem Leben und überlege dir, wie du diese Situation in eine andere Richtung lenken kannst. Was musst du tun, dass sich an der Situation etwas ändert?

Mehr als alles andere behüte dein Herz

Dieser Satz nimmt seit ein paar Jahren einen sehr hohen Stellenwert ein in meinem Leben. Wie so jeder wurde auch ich schon verletzt und ich versuchte dies zu verhindern. Viele Strategien hatten nicht funktioniert und deshalb versuchte ich durch Selbstschutz mein Herz zu bewahren. Aber auch sonst im Leben bemerkte ich, dass das Herz eine riesen Rolle spielt. Mir wurde bewusst, dass ich mit meinem Innern zufrieden sein muss, um glücklich zu sein. Von mir selber werde ich nie davonlaufen können. Deshalb ist dieser Satz seit ein paar Jahren sehr prägend für mich. Bevor ich mit meiner Story beginnen möchte, frage ich dich, was dieser Satz mit dir macht? Spricht er dich an? Vielleicht kannst du dir auch vor Augen führen, weshalb er dich anspricht oder eben nicht.

Nun zu meiner Story. So versuchte ich also über mehrere Jahren mein Herz zu beschützen und zu bewahren. Das ist ja auch klug, denn du hast nur ein Herz in deinem Leben und es lebt sich einfach, wenn du im Reinen bist mit dir selber. Aber weisst du auch, dass dieser Schutz sehr hindernd sein kann? Ja vielleicht sogar auch ungesund? Kannst du dir auch vorstellen, dass du durch diesen Schutz kein Risiko mehr eingehst? Wohlverstanden, es ist immer eine Sache der Balance. So musste ich vor ein paar Wochen bemerken, dass mein Selbstschutz ungesund ist. Gerade was Verletzungen angeht vielleicht sogar sehr ungesund. Ich beugte jeder Situation vor, die mich verletzen hätte können. Klar ist mir das nicht immer gelungen, aber in den meisten Fällen hatte ich das Gefühl, dies sehr gut hinbekommen zu haben. Ist das Freiheit? Wenn du dir immer überlegen musst, könnte mich das verletzen oder könnte diese Situation irgendwann verletzend Enden für mich? Nein ich glaube nicht. Ich war ein sogenannter Sklave meines Selbstschutzes. „Nur nicht zu viel Risiko. Es könnte sein, dass ich diese Situation irgendwann nicht mehr selber kontrollieren kann. Uii das könnte sehr schmerzhaft werden, lieber nicht.“ Ich durfte glücklicherweise davon frei werden und merken, dass ich mich nicht selber schützen muss. Ich durfte erkennen, dass mein Daddy im Himmel sehr fest an meinem Herz interessiert ist und es ihn genauso schmerzt, wenn ich verletzt werde. So habe ich also erkannt, dass ich Jesus als meinen Schutz anwenden darf und ihm voll und ganz vertrauen kann, dass er das Beste will für mich. Dies bedingt, dass ich mich von ihm leiten und führen lasse. Ich möchte an dieser Stelle festhalten, dass dies nicht heisst, dass ich nun nie mehr verletzt werde. Aber auch wenn die Verletzung noch so schmerzt, weiss ich, dass mein Daddy mit mir weint und es ihm genauso weh macht. Er heilt meine Wunden und er sorgt für Wiederherstellung, dass ich weiter Leben darf ohne Schmerzen und Angst. Das ist Freiheit! Ich darf Risiken eingehen, denn ich weiss, er ist mein Schutzschild, er wird mich warnen und wenn es zu Verletzungen kommt, ist er mein Tröster.

Dies ist noch nicht genug, ich durfte gerade heute noch mehr zu diesem Satz „Mehr als alles andere behüte dein Herz“ dazu lernen. Schon öfter habe ich unsere Gesellschaft hinterfragt. Wenn ich an öffentlichen Orten wie z.B am Flughafen bin, ist mir aufgefallen, dass ich mich ab Personen nerve, die die Regeln nicht einhalten. Beispielsweise war der Aufruf am Flughafen, es sollen alle Leute mit Sitzplatz von X bis Y ins Flugzeug einsteigen. Denkst du die Leute haben sich daran gehalten? Es wäre so gut durchdacht gewesen, aber die Personen stiegen willkürlich in die Maschine ein und es herrschte ein Chaos. Ich habe mich so genervt! Es wäre doch soooo einfach! Was versteht ihr daran nicht?! Dann eine zweite Situation heute beim Einkaufen. Auf dem Band an der Kasse stand das Schild „Bitte die Kasse nebenan benutzen“. Eine Kundin legte ihre Artikel auf dieses Band und wartete einen kurzen Moment. Sie bemerkte, dass keine Kassiererin in Sicht ist und fragte die Kassiererin an einer anderen Kasse: “ Wann kommt hier endlich jemand?!“ Die Kassiererin antwortete: „Diese Kasse ist momentan nicht besetzt, bitte stellen Sie sich hier in die Reihe.“ Die Kundin verstand die Welt nicht mehr und fluchte vor sich hin. Ich beobachtete diese Situation und fragte mich: „Was ist in unserer Welt kaputt? Das Schild ist unübersehbar, was erwartet diese Frau?!“ In diesem Moment kam mir den Satz in den Sinn „Mehr als alles andere behüte dein Herz“. Mir wurde bewusst, dass gerade in unserer Gesellschaft so oft unser Herz zum Vorschein kommt. Wir haben Angst, dass wir zu kurz kommen. Deshalb müssen wir auch beim Flugzeug gleich einstiegen. „Ich will doch in den Urlaub! Auf was soll ich warten? Spielt doch keine Rolle ob ich jetzt schon einsteigen soll oder nicht. Ich WILL jetzt…“ So bekam dieser Satz heute nochmals eine ganz neue Bedeutung für mich. Von was ist mein Herz voll? Hinter unserem Verhalten steht in erster Linie unser Herz. Habe ich mich an erster Stelle? Könnten wir nicht einen Unterschied in unserer Gesellschaft machen, wenn wir unser Herz prüfen und uns fragen, was wir nach aussen aussenden möchten? Ich auf jeden Fall möchte nicht, dass ich nach mir und meinem eigenen Wohl trachte. Denn ich weiss, mein Daddy schaut, dass es mir gut geht. Ich möchte denn Menschen um mich herum zeigen, dass es um viel mehr geht, als um mein eigenes Wohl. Es geht darum eine Welt zu schaffen, in welcher man sich gegenseitig liebt, einander respektiert und nicht darum, dass ich nicht zu kurz komme. Was ist mir dir? Wonach trachtest du?

 

 

Leben im hier und jetzt

Ich habe kürzlich wieder etwas dazugelernt, dass ich unbedingt mit euch teilen möchte, da mir diese Lektion als allgemeines Problem unserer hektischen Gesellschaft erscheint. Schon seit längerer Zeit versuche ich mein Zeitmanagement optimal zu meistern und meine Prioritäten erfüllend zu setzen. Es gab Zeiten in meinem Leben, in welchen ich von einem Termin zum anderen rannte und mich förmlich selber verlor. Dann durchlebte ich andere Zeiten, wo ich mir wieder ein bisschen mehr Action wünschte. Die Balance zwischen Aktivität und Ruhe zu finden erscheint mir bis heute noch nicht ganz einfach, aber ich bin auf gutem Weg. Als ich diese Balance ein bisschen genauer analysierte bemerkte ich, dass ich eigentlich mit Ruhe sehr schlecht umgehen kann. Klar genoss ich einen faulen TV Abend zu Hause im Gammellook, aber am nächsten Tag wünschte ich mir bereits wieder ein vollgestopftes Programm. Da mir das alleine zu Hause sein überhaupt nicht gefiel. Versteh mich nicht falsch, ich möchte nicht propagieren, dass du die Zeit möglichst alleine todschlagen solltest. Aber wie ist das bei dir? Kannst du die Ruhe alleine geniessen und fühlst du dich wohl dabei? In all diesen Gedanken wurde mir nun etwas bewusst.

So gesegnet wie ich bin, durfte ich letzte Woche an den Strand flüchten und mir eine Auszeit aus dem kalten Winter gönnen. Es war ein absoluter Erholungsurlaub, wir entspannten uns jeden Tag auf dem Liegestuhl, badeten im Meer und genossen einfach die Sonne. Ich freute mich viel Zeit mit Jesus verbringen zu können und nahm auch genügend Bücher und Musik mit, dass mir bestimmt auch nicht langweilig wird auf dem Liegestuhl. Am ersten Tag beschäftigte ich mich mit lesen, Musik hören, baden und ich forderte meine Kollegin auch immer wieder mal auf ein Spiel zu spielen, sobald ich mich gelangweilt fühlte. Ich habe mich dann am Abend gefragt, wieso ich eigentlich immer Action brauche? Andere liegen da auf ihrem Liegestuhl und geniessen es einfach, weshalb kann ich das nicht? Und versteh mich nicht falsch, es ist absolut legitim, dass nicht alle Leute gleich viel Action in ihrem Leben brauchen und für gewisse passt Strandurlaub sowieso ganz und gar nicht in ihr Leben. Aber ich bemerkte einmal mehr, dass ich nicht mit der Ruhe umgehen kann. Ständig jagte ich von der einen zur nächsten Beschäftigung nach. So habe ich mich also entschieden am nächsten Tag mein Buch und mein Handy im Hotel zu lassen und den Tag auf dem Liegestuhl mit Jesus zu verbringen und einfach die Ruhe zu geniessen.

Am Strand angekommen fing ich an zu beten. Jesus, was denkst du, über was soll ich in meiner Bachelorarbeit schreiben? Jesus wieso passierte dies und das in meiner Vergangenheit? Daddy werde ich in Zukunft xy erleben? Plötzlich liess mich eine Frage nicht mehr los. Die Frage lautete lediglich, wo bist du gerade? Und ich dachte hää, ist ja klar, ich bin am Strand. Als ich aber weiterhin über diese Frage nachdachte wurde mir bewusst, körperlich bin ich schon am Strand, aber geistig bin ich überall sonst. Dies war für mich so eine wichtige Erkenntnis. So oft im Leben sind wir körperlich an einem Ort, aber geistig ganz woanders. Dies führt dazu, dass es einem sehr schwerfällt sich auf die momentane Situation einzulassen und einfach den Moment zu leben. Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft kommt bestimmt, aber die Gegenwart ist hier und jetzt, diese soll man geniessen. Und ich dachte gerade in unserer hektischen Gesellschaft passiert das doch so oft, ich treffe mich mit einer Kollegin, aber bin im Kopf noch im Studium. Oder ich arbeite und mit meinen Gedanken bin ich noch bei einem Gespräch vom Vorabend, welches mich noch beschäftigt. Mir wurde bewusst, dass ich den Moment sehr selten geniesse und dass dies so schade ist. Gott legt uns so viele Überraschungen vor die Füsse, welche wir sehr selten wahrnehmen, da wir so gefangen sind in unseren Gedanken und uns nicht auf den Moment einlassen können.

Nun zurück zum Stand. Geflasht von dieser neuen Erkenntnis lag ich also auf meinem Liegestuhl und ich habe mir vorgenommen, dass ich nicht weiter Momente verstreichen lassen möchte, die ich nicht geniesse, da ich geistig nicht anwesend bin. Ich bat Gott mir von Neuem den Fokus auf das hier und jetzt zu lenken und jeden einzelnen Moment des Lebens voll und ganz geniessen zu lernen. Nur so sehe ich alle Überraschungen, die er für mich vorbereitet hat. Es war so überwältigend wie ich nun spürte wie die Sonne meinen ganzen Körper wärmte und es sich wie liebevolle Küsse von oben anfühlte. Das Meer rauschte im Hintergrund und ich fühlte mich wie in einer Spa Oase. Ab diesem Moment genoss ich jede einzelne Minute im Urlaub und versuchte alle Momente so gut wie es ging wahrzunehmen und zu geniessen. Immer wieder wurde ich überrascht, wie Jesus mir in diesem Urlaub mit winzigen Details ein Lächeln auf das Gesicht zauberte. Ich bin mir sicher, dass er dies schon seit Jahren tut, aber ich es oft nicht gesehen habe, da ich geistig abwesend war. Ich möchte dich auch herausfordern den Moment zu leben und zu geniessen. Geh mit offenen Augen und mit einem offenen Herz durchs Leben und lasse dich nicht ständig von der Vergangenheit oder der Zukunft einnehmen. Er hat alles unter Kontrolle!

 

 

 

 

 

Ich bin kein Fan von Religion

Wie oft musst du in die Kirche gehen? Darfst du das sagen? Hast du schon einmal vergessen zu beten? Darfst du in einen Club feiern gehen? Wieso hältst du dich mit Leuten auf, die etwas anderes glauben als du? Diese und viele weitere Fragen wurden in letzter Zeit an mich herangetragen. Ich habe auch schon erlebt, dass Leute sehr verblüfft reagiert haben, als sie von meinem Glauben erfahren haben. DU bist religiös? Wieso gehst du mit deinen Freunden in eine Bar und besuchst regelmässig Prostituierte in Bordellen? Das darf man doch gar nicht….

Diverse Gespräche zeigen mir immer wieder, was die Leute für ein falsches Bild haben von unserem Daddy im Himmel. Damit möchte ich dich auch gar nicht angreifen oder blossstellen, nein, es macht mir sogar sehr weh. Mein Herz weint über diese Situation, dass so viele Leute ein völlig verzerrtes Bild von unserem Vater im Himmel haben und ihn nur als Richter sehen, der einem vorschreibt, was man zu tun oder zu lassen hat. Deshalb kam bei mir der Wunsch auf, in diesem Blog zu erklären, weshalb ich Religion hasse.

Die Religion basiert aus meiner Sicht auf Menschen, die sagen möchten, was du zu tun hast und was nicht. Menschen, welche sich über dich stellen und die Welt regieren möchten. Menschen die dir vorschreiben, was gut ist und was nicht. Sie forcieren dich, etwas zu leisten, was du gar nicht möchtest. Also verstehe ich die Religion ein stückweit als einen Zwang. Du musst dies und jenes tun, da dir jemand dies so vorschreibt. Lange Zeit habe ich auch genauso über unseren Vater gedacht. Ich fühlte mich nicht in der Lage all diesen Anforderungen zu genügen. Fälschlicherweise dachte ich, dass ich alles alleine zu bewältigen habe und nur geliebt werde, wenn ich die Erwartungen erfülle. Was für ein Irrtum, unter diesen Umständen kann ich ja nur scheitern! Deshalb wollte ich Langezeit gar nichts mit dem Glauben zu tun haben. Was hat sich nun geändert?

Ich habe verstanden, dass es meinem Daddy im Himmel nicht um ein religiöses Programm geht, dass ich auf der Welt abzuspulen habe. Es geht um soviel mehr! Ist dir bewusst, dass du geliebt bist von ihm und du ihn weder enttäuschen kannst, noch kannst du etwas unternehmen, dass diese Liebe auslöscht. Was auch immer du für eine Vergangenheit durchlebt hast, nichts kann dich von dieser Liebe trennen! Jesus wünscht sich eine lebendige Beziehung zu dir. Sein tiefster Herzenswunsch ist es, dass du eine persönliche Beziehung mit ihm führen darfst. In dieser Beziehung kannst du gar nicht scheitern, er ist der Schöpfer, er hat dich gemacht und kennt dich viel besser als du dich selbst! Er erwartet nichts, was du nicht mit seiner Hilfe vollbringen kannst. Er lässt dich nicht scheitern.

Im Gegensatz zur Religion, welche dir Ketten anzieht, befreit dich Jesus. Er ist für dich gestorben, so dass du all deine Lasten auf ihn abladen darfst und er diese gerne für dich trägt. Deine Geschichte ist schon Langezeit vor deiner Geburt verfasst worden und jeder einzelne Tag ist bereits niedergeschrieben. Was willst du noch mehr? Du hast einen Coach, Freund und Vater in einem an deiner Seite, welcher interessiert ist, dich aufblühen zu sehen! Er möchte sehen, wie du als Sieger durch dieses Leben auf dieser Welt stolzieren kannst.

So also um auf die obengenannten Fragen zurück zu kommen. Ich lebe wie jeder normale Mensch auch, aber ich habe Jesus an meiner Seite. Mein grösster Wunsch ist es, dass sein Wille auf dieser Welt geschehen darf und deshalb verbinde ich mich ständig mit ihm und frage ihn nach seinem Willen und Rat. Klar darf ich mit meinen Freunden in einen Club gehen, weshalb nicht? Was ist schlimm daran? Wie schon in einem Blog erwähnt geht es hier vielmehr um die Motivation, weshalb man einen Club besucht. Wenn ich in den Ausgang gehe, gehe ich um Zeit mit meinen Mädels zu verbringen. Ich bin nicht ein besserer Mensch als du, ganz und gar nicht, aber Jesus hat mich gerettet. Ich stelle mich auf kein Podest, wieso auch? Und gerade wenn ich mich an die von Gott gegebenen Gebot halte, tue ich dies aus Überzeugung und aus Liebe zu meinem Vater. Es geht in dieser Beziehung nicht um mich, es geht um Jesus. Er gehört auf ein Podest und ihm gehört alle Ehre!

 

Träume gross – fokussiere klein

Kennst du das komische Gefühl das aufkommt, wenn du bereust etwas nicht probiert zu haben? Kennst du das Gefühl von Misserfolg? Hattest du auch schon den Eindruck, dass du aufgehört hast, gross zu träumen? Mir ging es in der letzten Zeit so, dass ich bei mir selber bemerkt habe, dass ich mir gewisse Ziele gar nicht erst mehr steckte, da ich Angst hatte vor Misserfolg. Ich empfinde diese Zurückhaltung als eher unangenehm, da ich oft in die Situation gerate: „Hätte ich doch nur oder wieso habe ich nicht!“

Du musst wissen, dass gross träumen Mut braucht! Es ist insofern nicht einfach, da du weisst, dass du noch weit entfernt vom Ziel bist oder dir das Ziel gar aussichtslos erscheint. Dennoch bin ich der Meinung, dass gross Träumen dir hilft, dein Potential vollkommen zu entfalten. Wenn wir uns immer kleine Ziele stecken, welche offensichtlich kein Risiko mit sich bringen, kommen wir keinen Schritt weiter in unserem Leben. Wir machen es uns gemütlich in unserer Komfortzone und wissen, dass wir nichts tun oder verändern müssen, um ein Ziel zu erreichen. Dies mag für eine gewisse Zeit sehr entspannend sein. Aber will sich der Mensch nicht stetig weiterentwickeln?

Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die sich ständig neue Herausforderung sucht oder selber stellt. Meine Meinung ist, dass das Lernen einen Lebensprozess ist. Ich möchte immer mehr über mich und die Welt erfahren. Gerade über mich selbst mache ich mir seit ein paar Jahren immer wieder sehr viele Gedanken. Ich nehme seit einiger Zeit gewisse Verhaltensweisen nicht mehr einfach so hin und lebe damit, sondern versuche sie zu verstehen und zum Guten zu verändern oder nutzen. So bin ich in den letzten Tagen auf das gross Träumen gestossen. Als Kind träumt man automatisch immer gross und sieht oft keine Grenzen. Durch Misserfolge verändert sich diese Haltung Schritt für Schritt. Je nachdem setzt man sich gar keine Ziele mehr oder eben dann nur solche Ziele, die sowieso ganz sicher zu erreichen sind. Auch ich schützte mich ein stückweit vom Gefühl des Misserfolges. Oft benutzte ich die Ausrede, weisst du, ich erwarte gar nichts mehr, dann kann ich auch nicht enttäuscht werden. Verstehe mich nicht falsch, keine Erwartungen an etwas zu haben ist überhaupt nicht falsch und zum Teil auch zwingend notwendig, aber für mich spielt die Motivation, welche dahinter steckt eine riesige Rolle. Wenn meine Motivation dahinter nur meine Angst vor Misserfolg ist, muss ich sagen, das kann doch nicht sein! Und ich habe dies oft bei mir festgestellt in letzter Zeit…

Deshalb habe ich mir nun vorgenommen, mir wieder grosse und auch unerreichbar wirkende Ziele zu setzen. Ich möchte mein volles Potential ausschöpfen und jeden Tag nutzen, um einen Schritt näher an mein Ziel zu kommen. Erwarte nicht, dass du ein hohes Ziel innerhalb kurzer Zeit erreichen musst. Arbeite jeden Tag in kleinen Schritten auf dein Ziel hin und nutze jeden Tag, um das Beste aus deiner Situation zu machen. Von was träumst du schon lange? Wenn du ganz tief in dein Herz hinein hörst, was ist dein Wunsch, welcher du schon länger verdrängst, da er dir unerreichbar erscheint? Wenn du alles wünschen könntest und nicht versagen würdest, was würdest du dir wünschen? Wenn dir alle Möglichkeiten offenstehen würden? Frage dich einmal selber, ob du dich weiter von deiner Angst vor Misserfolg bestimmen lassen möchtest oder ob du aufstehen möchtest und für deine Träume kämpfen willst?